Ein Storch sorgt für Verwirrung

In der Kulturausschusssitzung sollte darüber entschieden werden, ob eine der Straßen Bekassienenring oder Storchenring heißen soll. Die MV war vertreten, aber nur zur Hälfte. Berichtete am Freitag auf der 1. Lokalseite fälschlicherweise, dass der Bekassienenring favorisiert wurde. Ich bat die Redaktion um die Veröffentlichung dieses Leserbriefes. Sie lehnte ab, weil er zu lang sei…  Wenn ich da andere Leserbriefe lese, kann ich das kaum glauben. Heute brachte die MV Richtigstellung. 6. Seite unten links, von kaum jemandem bemerkt, wie zahlreiche Gespräche heute an unserem Wahlkampfstand und anderen Ständen ergaben. Deshalb an dieser Stelle mein Leserbrief:

„Stellen Sie sich vor, das Fußballspiel der schwarzen Mannschaft gegen die rote Mannschaft geht 2:1 für die rote Mannschaft aus und in der Zeitung wird danach berichtet, die schwarze Mannschaft hätte 1:0 gewonnen. Undenkbar würde man sagen, doch in dem gestrigen Bericht in der MV über die Sitzung des Kulturausschusses passierte genau solch ein journalistischer Fehler. Möglicherweise hatte der Reporter noch einen Nachfolgetermin und somit keine Zeit zu bleiben. Also ging er zur Halbzeit der Begegnung. Zu diesem Zeitpunkt stand es, um im Fußballerischen zu bleiben, 1:1 Unentschieden.

Nun gibt es, anders als im Fußball, keinen Videobeweis, bei politischen Sitzungen allerdings ein Protokoll. Dieses wird den wahren Spielverlauf wiedergeben.

Doch auch ohne dieses Protokoll abzuwarten, möchte ich den wahren Spielverlauf an dieser Stelle skizzieren:

Die Verwaltung hatte für die Benennung der Straßen im neuen Baugebiet „Eschendorfer Aue“ unter anderem einen „Bekassinenring“ vorgeschlagen. Unsere SPD-Fraktion wollte diesem Vorschlag allerdings nicht folgen. Die Bekassine sei bei den meisten Menschen kaum oder gar nicht bekannt. Menschen sollten sich aber mit dem Namen der Straße etwas anfangen können, argumentierten wir. Zudem sei die Bekassine zwar ein Auenvogel, allerdings sei diese Art in den Auen von Rheine ausgestorben. Dagegen sei der Storch durch die großen Zuchterfolge des Naturzoos inzwischen wieder heimisch geworden. Rund 60 Horte gäbe es im Stadtgebiet außerhalb des Naturzoos, gerade auch in den Bereichen der Emsaue. Dieser Schreitvogel sei inzwischen stadtprägend geworden, denn diese Art könne überall beobachtet und bewundert werden. Deshalb sei es sinnvoll, in der Eschendorfer Aue auch diesen Auenvogel als Straßenbezeichnung zu verwenden.

Die CDU dagegen argumentierte, gerade weil die Bekassine in unseren Breiten (außer im Emsdettender Venn) kaum oder gar nicht mehr vorzufinden, zudem der Vogel des Jahres 2013 gewesen sei, sollte man bei dem Vorschlag der Verwaltung bleiben.

Die schwarze Mannschaft war unserem Vorschlag wohl nicht ganz abgeneigt, hatte sich aber im Trainingslager (Fraktionssitzung) anscheinend auf ein anderes Ergebnis festgelegt und bat deshalb um eine Spielpause, in der Politik Sitzungsunterbrechung.

Das Spiel ging weiter, allerdings inzwischen ohne Reporter.

Unser Storchenring-Vorschlag, der bei uns vier SPD-Vertretern, den Grünen und der UWG Unterstützung fand, wurde mit Stimmen der CDU mehrheitlich abgelehnt, wobei sich FDP, Linke und eine Vertreterin der CDU enthielten. (0:6). Allerdings gab es beim Vorschlag von Verwaltung und CDU pro Bekassinenring das gleiche, allerdings umgekehrte Stimmenverhältnis. 6:6.

Dieses doppelte Unentschieden hatte zur Folge, dass wir plötzlich eine namenlose Straße hatten.

Der Oberschiedsrichter (Ausschussvorsitzender Udo Bonk von der CDU, selbst auch spielberechtigt) bat um eine erneute Abstimmung, was in der Politik recht ungewöhnlich sei, doch man müsse doch zu einem Ergebnis kommen.

Da wir uns dem Fairplay verpflichtet fühlen, stimmten wir dem Vorschlag des Vorsitzenden zu, bestanden aber darauf, dass zunächst über den Storchen-Vorschlag abzustimmen sei. Inzwischen hatte auch die Vertreterin der CDU, die sich zuvor enthalten hatte, sich quasi selbst ohne Ersatzspieler ausgewechselt hatte, unseren Vorschlag aus sprachlichen Gründen favorisiert. Das Spielergebnis war dann knapp, aber eindeutig, denn auch die Vertreterin der FDP wechselte in unser Team. 7:6 lautete es. Jetzt bekommen wir einen Storchenring und nicht, wie die MV berichtete, einen Bekassinenring.

Wenn der Reporter bis zum Schluss geblieben wäre, hätte er diese Geschichte schreiben können und möglicherweise sogar kommentieren?“

Gerd Cosse (SPD)

Stellvertretender Kulturausschussvorsitzender

 

Der frühe Vogel informiert die Wähler

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Eckhard Roloff, Gaby Leskow, Falk Toczkowski (v.l.) und ich verteilten heute  wieder Informationsmaterial zur Bundestagwahl.

„Der frühe Vogel fängt den Wurm“ lautet ein altes Sprichwort. Wir haben es auch heute wieder abgewandelt und informierten in den frühen Morgenstunden Wähler. Dieses Mal vor der Firma Windhoff. Vor allem die neueste Ausgabe des „Durchblick“ des SPD-Ortsvereins und die Zeitung unserere Kanididatin Ingrid Anrnd-Brauer ( http://www.arndt-brauer.de/BPJuni2017.pdf ) sowie eine süße Kleinigkeit wurden für die Frühstückspause verteilt.

 

Der Berg mit dem Loch

Beim Bearbeiten meiner Urlaubsfotos von unserer Norwegenreise bin ich bei Tag 9 angekommen. Einer der Höhepunkte dieser zwölftägigen Reise mit der Nordnorge war sicherlich die Passage dieses besonderen Berges:

Der Torghatten ist ein Berg in der Nähe von Brønnøysund in Norwegen mit einer besonderen geologischen Form. In seiner Mitte hat er ein etwa 35 Meter hohes und rund 160 Meter langes Loch. Entstanden ist es vermutlich durch Ausspülungen der Meeresbrandung während der immer noch andauernden Postglazialen Landhebung nach Abschmelzen der Gletscher aus der letzten Kaltzeit. (Wikipedia)

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