Erfolgsgeschichte zwischen Rheine und Trakai

Erneuerung der Städtepartnerschaft

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Trakai. Bereits 1996, vor genau 20 Jahren, wurde die historische Urkunde der Städtepartnerschaft zwischen den Städten Trakai (Litauen) und Rheine unterzeichnet. Am Wochenende flog deshalb eine Delegation aus Rheine in die rund 36.500 Einwohner zählende und 1.208 km² umfassende Partnerstadt, um das Jubiläum angemessen zu begehen und die Partnerschaft durch Unterzeichnung einer neuen Urkunde zu festigen. Mit dabei hatte Rheines Bürgermeister Dr. Peter Lüttmann eine große Fahne mit dem Wappen der Stadt Rheine als Geschenk an die Partnerstadt Trakai (Litauen).

Bei einem offiziellen Festakt am Freitag, bei dem auch Personen der ersten Stunde aus beiden Städten teilnahmen, begrüßte Dr. Peter Lüttmann die Vertreterinnen und Vertreter beider Städte und Partnerschaftsvereine und betonte, dass aus der seinerzeitigen Partnerschaft inzwischen eine feste Freundschaft erwachsen sei. Das Zusammenwachsen von Trakai und Rheine sei ein gutes Beispiel für das Zusammenwachsen in Europa. Aus ihr seien viele gemeinsame Veranstaltungen und Projekte entstanden. Als aktuelle gemeinsame Vorhaben nannte er den Austausch von Jugendbotschaftern sowie Klimaschutzprojekte. Alle Projekte seien nur möglich, weil viele Menschen sich engagierten und damit die Partnerschaft Trakais und Rheines mit Leben füllten.

Edita Rudeliene, Bürgermeisterin von Trakai, war die Begeisterung in ihrer Grußrede über die positive Entwicklung in der Zusammenarbeit deutlich anzumerken. Sie bedankte sich bei Dr. Peter Lüttmann für die von der Stadt Rheine ergriffene Initiative zur Städtepartnerschaft. Diese sei in den Anfängen zumeist geprägt durch einen Transfer von Rheine nach Trakai gewesen. Mit finanziellen Unterstützungen aber auch durch fachliche Begleitungen seien in dieser Zeit mehrere soziale Einrichtungen entstanden. Die tiefe Verbundenheit beider Städte zeigte sich auch dadurch, dass im Rahmen einer Bürgerreise 35 Rheinenser/innen sowie mehrere Vertreter/innen vom Verein zur Förderung der Städtepartnerschaft den Weg in das fast 1.500 km entfernte Trakai auf sich nahmen und dem offiziellen Treffen einen würdigen Rahmen verliehen.

Im Zuge des Festaktes spendeten nahezu 150 Gästen anhaltenden Applaus beim Austausch der neuen Urkunden, mit der vereinbart wurde „die in den letzten 20 Jahren entstandene Städtepartnerschaft Rheine-Trakai fortzusetzen“ und „die Zusammenarbeit im sozialen und kulturellen Bereich sowie auf dem Gebiet des Umweltschutzes weiterzuentwickeln“.

Das Programm für das Wochenende bot den Besuchern aus Rheine einiges: Am Ankunftsabend ging es zu einer Feier aus Anlass des anstehenden Johannistags, dem Fest zur Geburt Johannes des Täufers. In Trachten gekleidete und mit einem Blumenkranz geschmückte Menschen nahmen die Rheinenser in ihre Mitte. Bei Anbruch der Dunkelheit wurde ein Feuer entzündet und ein Feuerwerk in reizvoller Landschaft veranstaltet.

Am Freitag konnte die Abordnung aus Rheine in der Behindertenwerkstatt Trakai erfreut beobachten, wie gut die Integration der Bewohnerinnen und Bewohner gelingt. Eine Vielzahl selbst hergestellter Artikel wurden in einem Hausladen angeboten, einige der Artikel werden über Händler am freien Markt angeboten. Eine anschließende Stadtführung zeigte die reizvolle Landschaft und die Altstadt mit ihrer sehenswerten hölzernen Architektur.

Am Samstag standen für die Rheinenser bei strahlendem Sonnenschein und 32 Grad Außentemperatur Besichtigungen verschiedener Einrichtungen an. Besucht wurde das Kinder- und Familienzentrum in Trakai, das in Not geratenen Personen Unterkunft und  Unterstützung gewährt und in der örtlichen Bibliothek konnte im Rahmen einer Führung die Ausstellung zum zwanzigjährigen Jubiläum bewundert werden. Der Besuch des Kinderheimes in Lentvaris stellte einen weiteren Höhepunkt am Nachmittag dar. Der Leiter des Caritas Kinder- und Jugendheimes Rheine, Winfried Hülsbusch, sowie Wilma Ramanauskiene, Leiterin des Kinderheimes in Lentaris, bekräftigten durch neuerlich Unterzeichnung des bestehenden Partnerschaftsvertrages, die gute, konstruktive sowie angenehme Zusammenarbeit langfristig fortzusetzen. Unterschrieben wurde die Urkunde ebenfalls von Bürgermeister Dr. Peter Lüttmann und Bürgermeisterin Edita Rudeliene.

Alle Begegnungen waren von aufrichtiger und großer Gastfreundschaft geprägt. Bei der Abreise am Sonntag zogen die Teilnehmer/innen der neunköpfigen Delegation aus Rheine ein durchweg positives Fazit und waren sich einig, die bisherige Erfolgsgeschichte auch zukünftig zu unterstützen.

Fotos: Pressestelle Stadt Rheine

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Bürgermeister Dr. Peter Lüttmann und Bürgermeisterin Edita Rudeliene mit der neuen Fahne.

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