Sprache ist der Schlüssel zur Integration

 

Auftakt zum Netzwerk Sprachförderung

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Rheine. „Sprache ist der Schlüssel zur Integration“ – diese Erkenntnis war für die rund 70 Vertreterinnen und Vertreter von Kindertageseinrichtungen, Schulen, Weiterbildungsträgern, Wohlfahrtsverbänden, Institutionen und ehrenamtlichen Initiativen und Vereinen keineswegs neu. Sie waren der Einladung der Fachstelle Migration und Integration der Stadt Rheine zum „Runden Tisch Sprache“ in die Räumlichkeiten des TaT gefolgt und beschäftigen sich zum Teil bereits seit vielen Jahren professionell mit Alphabetisierung und Spracherwerb für Zuwanderer oder engagieren sich ehrenamtlich in der Sprachförderung durch Nachhilfe, Übungsstunden oder in Form von Sprachcafés. „Jetzt soll es darum gehen, wie eine Vernetzung organisiert werden kann“, sagte Beigeordneter Raimund Gausmann bei seiner Begrüßung. Das Thema Sprache ist für die Fachstelle Migration und Integration eines der wesentlichsten Handlungsfelder. Erklärtes Ziel sei, durch ein Kooperationsnetzwerk der Angebotsträger sowohl inhaltlich als auch organisatorisch die sprachliche Integration der Zuwanderer bestmöglich zu fördern, so Gausmann.

Welche Motivation und Wünsche haben Zuwanderer, wenn es um das Erlernen der deutsche Sprache geht? Diese Frage stellte Simone Kettler von der Fachstelle zu Beginn des Termins in den Mittelpunkt. Beobachtungen und eine stichprobenartige Erhebung bei 41 in Rheine lebenden Flüchtlingen ergaben, dass 88% der Befragten hoch bzw. sehr motiviert sind, die deutsche Sprache zu erlernen. Mehr als 70% lernen Deutsch, um bessere Chancen auf dem Arbeitsmarkt zu haben. Mehr als 60% der Flüchtlinge sehen die deutsche Sprache als elementare Grundlage für Ausbildung oder Studium an. Und die Flüchtlinge wollen Deutsch lernen, um am kulturellen und sozialen Leben teilhaben zu können. Eine hohe Motivation spiegelt auch die Aussage von mehr als der Hälfte der befragten Flüchtlinge wieder, die sich mehr Unterrichtsstunden in den Kursen wünschen.  Auf der Alterslinie vom Vorschulalter bis zum Erwachsenen stellte Ulrike Lompa, Fachstelle Migration und Integration, die zahlreichen Angebote zum Spracherwerb und zur Sprachförderung vor, die im Gespräch mit den Teilnehmerinnen und Teilnehmerinnen in Teilen noch ergänzt wurden.

In der sich anschließenden Diskussion wurde die Erwartung geäußert, in Zukunft für eine bessere Verzahnung der Angebote von Schule und Bildungsträgern mit den ehrenamtlichen Sprachförderangeboten zu sorgen. Auch Fragen der Kinderbetreuung während der Kursangebote und Zugänge zu Freizeitangeboten wurden diskutiert. „Es ist einfach wichtig, dass theoretisch Erlernte im Alltag anzuwenden und zu vertiefen“, sagte eine Teilnehmerin und stieß damit auf uneingeschränkte Zustimmung.  Im Gespräch bleiben zum Thema Sprache will die Fachstelle Migration und Integration mit allen Institutionen und Akteuren, wie deren Leiterin Wiebke Gehrke ankündigte. Bereits nach den Sommerferien gibt es das nächste Treffen, in dem weitere Vereinbarungen zur künftigen Form der Zusammenarbeit getroffen werden sollen.

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Beigeordneter Raimund Gausmann (l.) begrüßte die Teilnehmerinnen und Teilnehmer, daneben Christa Heufes und Simone Kettler (v.l.n.r.) von der Fachstelle Migration und Integration.

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