„Hier ist eine große Chance vertan worden“

SPD kritisiert Ablehnung von SPD-Antrag zur Photovoltaikanlage der Nelson-Mandela-Schule

RHEINE. „Manchmal ist der Spatz in der Hand besser als die Taube auf dem Dach“, kommentierte Ratsmitglied Gerd Cosse den Beschluss des Bauausschusses in Sachen Nelson-Mandela-Schule. „Auch wenn dieser Spatz recht klein und gerupft ist“, schwächte er bei seinem Bericht in der SPD-Fraktion ab.

Im November 2014 hatten CDU und Grüne die Mittel für die Sekundarschule im Schotthock auf acht Millionen Euro gedeckelt. Neben anderen Einsparvorschlägen wurden die Ansätze zum Einsatz regenerativer Energien von der Ratsmehrheit völlig gestrichen, erinnerte Cosse in seinem Bericht. „Erst durch den Antrag der SPD-Fraktion sei ein Umdenken eingetreten, schließlich wurden 300000 Euro zur Verfügung gestellt.“ Dieses sei unter anderem ein deutliches Zeichen dafür gewesen, dass auch der Rat die Aufgaben Rheines als Klimakommune ernst nehme.

Jetzt sei es gelungen, die von der SPD geforderte Photovoltaikanlage auf einem Gebäudeteil zu installieren. Zudem werde ein Blockheizkraftwerk gebaut, das mit zertifiziertem, klimaneutralem Erdgas betrieben werden soll. Beide Anlagen würden von den Stadtwerken gestellt und betrieben, so dass auf die Stadt lediglich 50000 Euro für bauseitige Anpassungen und Planungskosten zukommen würden. Beide Anlagen würden nicht nur „sauberen“ Strom erzeugen und zudem fossile Brennstoffe schonen, sondern auch rund 30 Tonnen Kohlendioxyd einsparen.

Leider sei der SPD-Antrag, die ohnehin notwendigen Sonnenschutzelemente auf Photovoltaikbasis zu installieren, abgelehnt worden. Dass auch der Vertreter der Grünen den Antrag abgelehnt habe, erstaunte die SPD-Mitglieder. Diese Variante hätte 90000 Euro mehr gekostet als der übliche Sonnenschutz, erläuterte Cosse. „Hier ist eine große Chance vertan worden, Rheine als Klimakommune noch besser zu positionieren“, fasste Cosse diesen Aspekt zusammen. Durch eine solche Anlage zum Sonnenschutz, die man in dieser Größe selbst im weiteren Umkreis nicht findet, würden zusätzlich weniger fossile Ressourcen verwendet. „Auch hätte sich die Schule als offen gegenüber moderner Technologie und nachhaltigem Handeln zeigen können!“ Zudem, da waren sich die Fraktionsmitglieder ebenfalls einig, hätte sich die Installation moderner Photovoltaik-Sonnenschutzelemente positiv auf die Gestaltung der Außenfassade ausgewirkt.

MV vom 24. September 2016

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