Ein moderner Wertstoffhof

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Die Leiterin der Entsorgung, Tanja Starke (l.) erläuterte bei einem Rundgang mit den Mitgliedern der AG 60plus die Funktionsweise des Wertstoffhofes.

Aus einem Bauhof wurde ein Wertstoffhof. Warum er umgestaltet wurde und wie dieser Wertstoffhof funktioniert, darüber informierten sich die Mitglieder der SPD-Arbeitsgemeinschaft 60plus bei einem Besuch dieser Einrichtung.

Tanja Starke, Leiterin der Entsorgung bei den Technischen Betrieben Rheine führte über das Gelände und gab zahlreiche Informationen, beantwortete Fragen der Gäste und wies auf Besonderheiten dieser Annahmestelle hin.

Für rund 900 000 Euro war der ehemalige Bauhof vor etwa zwei Jahren auf den neuesten Stand gebracht worden. Vor allem Sicherheitsstandards aber auch der veraltete Ablauf bei der Müllanlieferung seien die Gründe für die Investitionen gewesen. „Vorher fuhren die Autos und LKW kreuz und quer über das Gelände“, schilderte sie den vorherigen Zustand des Betriebes. Die Container seien ebenerdig, begehbar abgestellt worden. „Da hätte es schon passieren können, dass Material auf Menschen im Container landen würde.“

Die verschiedenen Container wurden tiefer gelegt und durch Mauern abgetrennt. Dazu wurde ein Einbahnverkehr eingerichtet, so dass die Anlieferung besser geregelt werden kann. Am Anfang der Straße meldet man sich bei einem Mitarbeiter an. Der weist den Weg zum richtigen Abladepunkt und kassiert gegebenenfalls die Gebühr. Ein weiterer Mitarbeiter steht im Containerbereich und zeigt den Kunden, in welchem Behälter sie ihre Dinge entsorgen können. Ein dritter Mitarbeiter oder in allen drei Fällen auch eine Mitarbeiterin, fährt permanent gefüllte Behältnisse weg und stellt leere wieder hin.

Täglich würden etwa 50 bis 60 Tonnen Altmaterial angeliefert, ging Frau Starke auf die Mengen ein. Der größte Anteil sei der Sperrmüll, gefolgt von Altpapier und Restmüll.

Der Sperrmüll wird sortiert, Eisen und Bauholz heraussortiert, der Rest geht, ebenso wie der Restmüll, in die Verbrennungsanlage in Oberhausen. „Warum nicht nach Salzbergen?“, wollte eine Besucherin wissen, denn das spare doch Zeit, Energie und schütze die Umwelt. Tanja Starke sah das wohl ähnlich, musste aber auf die Länderhoheit bei der Müllentsorgung verweisen. Und Salzbergen liege nun einmal in Niedersachsen.

Der Grünabfall, der bis auf wenige Wochen im Jahr nur kostenpflichtig abgegeben werden kann, wird nur zwischengelagert und dann zur Kompostierungsanlage in Saerbeck transportiert. Sondermüll sei Kreisangelegenheit, erläuterte Starke. Hier lagere der Wertstoffhof das Material ebenfalls nur für eine Zwischenzeit. Eine Spezialfirma sei vom Kreis mit der Abholung und Entsorgung beauftragt.

Interessant sei die Anlieferung von Elektroschrott, erläuterte die Fachfrau. Kühl- oder Gefrierschränke seien teilweise Jahrzehnte alt. Computer und Bildschirme seien in der Regel schon jüngeren Datums. Bei den Fernsehern seien es nicht mehr in erster Linie die klobigen Röhrengeräte, die abgegeben würden. „Da hat uns inzwischen die erste Generation der Flachbildschirme erreicht!“

Nach anfänglichen Umstellungsproblemen werde der Wertstoffhof inzwischen sehr gut angenommen und von den Kundinnen und Kunden sehr gut bewertet. Kritik komme allerdings öfter auf, wenn einige Anlieferer nach ihrem Personalausweis gefragt würden. „Nach dem Starkregen im Juli verzeichneten wir einen riesigen Andrang von Menschen, die ihr verdorbenes Material los werden wollten“, erläuterte Tanja Starke. Leider seien darunter auch viele Bürgerinnen und Bürger aus dem gesamten Kreis gewesen. „Doch unser Wertstoffhof ist nur für unsere Einwohner vorgesehen, denn diese finanzieren über die Müllgebühren diese Einrichtung und die Mitarbeiter sowie die rund 30 Mitarbeiter auf den Müllfahrzeugen.“ Für Bewohner anderer Gemeinden und Städte gäbe es die Firma 3M an der Sandkampstraße. „Allerdings muss hier für den gesamten Müll bezahlt werden.“

 

 

Der Vorsitzende der AG, Horst Dieter Knüppels bedankte sich nach der Führung bei der Leiterin der Entsorgung und betonte dabei, dass die Seniorinnen und Senioren jetzt wohl ein völlig neues Bild von der Mülllandschaft in Rheine erhalten hätten.

 

 

BT: Die Leiterin der Entsorgung, Tanja Starke (l.) erläuterte bei einem Rundgang mit den Mitgliedern der AG 60plus die Funktionsweise des Wertstoffhofes.

 

 

 

Infokasten:

 

 

Öffnungszeiten des Wertstoffhofes:

Montag bis Freitag 7.30 Uhr bis 15.30 Uhr
jeden ersten Samstag im Monat von 9.00 Uhr bis 12.00 Uhr – Annahme von Sondermüll

Was können Sie zum Wertstoffhof bringen?

Sperrmüll, Grünabfälle (kostenpflichtig), Elektroschrott, Altglas, Altpapier, Altmetall, Altkleider, Altmedikamente und Problemabfälle (z.B. Farben, Lacke, Gifte) können Sie ordnungsgemäß entsorgen.  Problemabfälle (Sondermüll) können in der Regel nur jeweils  am ersten Samstag des Monats von 09.00 bis 12.00 Uhr  (genaue Termine im Abfuhrkalender) bei uns entsorgt werden.

Herbstaktion – Sammlung Baum- und Strauchschnitt der TBR ab 24. Oktober 2016

 

Straßenabholungen erfolgen:

Montag, 31. Oktober bis Donnerstag, 03. November: Abholung  am Montag mit der Restmüllabfuhr. Dienstags- und Mittwochs Bezirke wegen Feiertag einen Tag später.

Montag, 7. November: Für Donnerstags-Bezirk Restmüll vom 04. November.

Dienstag, 8. November: Für Freitags-Bezirk Restmüll vom 05. November.

 

 

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