Du sollst nicht Trumpen!

Da ist mir doch ein neues Wort eingefallen: Trumpen.

 

Trumpen ist ein schwaches Verb und bedeutet soviel wie:

  • Durch Lügen, falsche Behauptungen an die Macht kommen.
  • Ausländerfeindlichkeit als Mittel zur Macht nutzen.
  • Frauenfeindlich, sexistisch sein.
  • Polternd, aggressiv auftretend.
  • absolute Ichbezogenheit.
  • Über Leichen gehen.
  • Zur Gewalt aufrufen.

 

 

GRAMMATIK: Trumpen

 

schwaches Verb; Perfektbildung mit »hat«

PRÄSENS INDIKATIV KONJUNKTIV I IMPERATIV
SINGULAR ich trumpe auf ich trumpe auf
  du trumpst auf du trumpest auf trump auf, trumpe auf!
  er/sie/es trumpt auf er/sie/es trumpe auf
PLURAL wir trumpen auf wir trumpen auf
  ihr trumpt auf ihr trumpet auf
  sie trumpen auf sie trumpen auf
PRÄTERITUM INDIKATIV KONJUNKTIV II
SINGULAR ich trumpte auf ich trumpte auf
  du trumptest auf du trumptest auf
  er/sie/es trumpte auf er/sie/es trumpte auf
PLURAL wir trumpten auf wir trumpten auf
  ihr trumptet auf ihr trumptet auf
  sie trumpten auf sie trumpten auf

 

PARTIZIP I auftrumpend
PARTIZIP II aufgetrumpt
INFINITIV MIT ZU aufzutrumpen

 

Redewendung: „Das hört sich ganz schön trumpisch an“. Der Gesprächspartner oder die Gesprächspartnerin versucht durch falsche Behauptungen die anderen Menschen zu verdummen.

 

Psychologie:

Trumpistisch bezeichnet die Eigenschaft des menschlichen Charakters, sich selbst im Mittelpunkt zu sehen und, damit meistens einhergehend, eine übertriebene Selbstbezogenheit (nicht zu verwechseln mit Egoismus) und die Neigung, andere Menschen und Dinge beständig an sich selbst und der eigenen Perspektive zu messen.

Mit Trumpistisch wird ein „Trumpismus der Wahrnehmung“ beschrieben, der die Unfähigkeit bezeichnet, sich in die Rolle eines Anderen hineinzuversetzen bzw. die Perspektive eines Anderen anzunehmen sowie die eigene Sichtweise als eine unter mehreren aufzufassen. Sie ist insbesondere eine Eigenschaft des Kindes und nach Jean Piaget als „ein Mangel an einer Unterscheidung zwischen dem Ich und der äußeren Realität“ definiert. Dieses Durcheinander „führe schließlich zur Vorrangstellung des eigenen Standpunktes“.

Eine weltanschaulich begründete Form des Trumpismus ist der Solipsismus.

In der Psychopathologie stehen trumpistische Reaktionen für eine Selbstzentrierung in der Form, dass Patienten sich in den Mittelpunkt stellen und ichbezogen sind, d.h. alles auf ihre Person beziehen. Sie gilt in der Psychoanalyse als eine weitere Form von Persönlichkeitsveränderung neben der Regression.[2] Eine pathologische Trumpismuskrankheit wird vor allem bei Persönlichkeitsstörungen wie der dissozialen, der narzisstischen oder der histrionischen Persönlichkeitsstörung diagnostiziert.

 

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