Ich wurde zum postfaktischen Opfer

Da bin ich jetzt doch tatsächlich ein „postfaktisches Opfer“ geworden. Heute habe ich auf meinem Blog berichtet, dass Hannelore Kraft, unsere Ministerpräsidentin, eine hohe Auszeichnung der Sozialdemokratischen Gemeinschaft für Kommunalpolitik (SGK) erhalten hat. Diesen Bericht „verschönte“ ich (nicht verschönerte!) mit einem Foto, auf dem ich Hannelore gratuliere. Das wiederum nahmen zahlreiche Facebook-Freunde zum Anlass, mir zu gratulieren. Und das ist wohl postfaktisch:

Postfaktisch ist ein Kunstwort, das sich an dem englischen Begriff Post Truth orientiert. Auf Deutsch übersetzt heißt das ungefähr “Jenseits der Wahrheit”. Gemeint ist damit, dass die Fakten und Tatsachen in der öffentlichen Diskussion zunehmend unwichtiger würden. An die Stelle der objektiven Wahrheit träten Emotionen und das Aussprechen “gefühlter Wahrheiten”. Laut Pressemitteilung der Gesellschaft für deutsche Sprache seien “immer größere Bevölkerungsschichten in ihrem Widerwillen gegen »die da oben« bereit, Tatsachen zu ignorieren und sogar offensichtliche Lügen bereitwillig zu akzeptieren.”

Nun habe ich als kleiner Politiker von hier da unten nicht gelogen. Aber schön war es doch, die Glückwünsche zu lesen. Anscheinend gönnt man mir eine solche Auszeichnung. Aber die ist mehr für „die da oben“ vorgesehen.

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