Kompromiss bei Radstation?

Es dürfen meiner Meinung nach nicht die Belange der Inklusion gegen die Forderungen der Radfahrerinnen und Radfahrer ausgespielt werden. Deshalb habe ich einen Kompromiss erarbeitet, der am Montag in unserer SPD-Fraktion diskutiert werden soll. Deshalb ist dieser Vorschlag zunächst auch nur meine Vorstellung und noch nicht mit der Fraktion abgesprochen.

Die Variante „Neu“

Der Vorschlag besteht aus zwei Teilen

1a. Neue Radabstellanlage Westausgang

 

Die Radabstellanlage ist als eingeschossige Anlage geplant und soll über 246 Stellplätze verfügen. Auf die Funktionsbereiche Werkstatt, Büroraum und WC wurde bei dieser Variante verzichtet.

Eine markante Eingangssituation empfängt die Nutzer vom Bahnhofsbereich aus. Die einfache Stahlkonstruktion mit Dach schützt die Räder vor Wind und Wetter. Die Außenwände bilden auf Abstand gesetzte Glasflächen. Sie lassen eine Luftzirkulation zu. Die bedruckte Glasoberfläche nimmt gestalterisch die Motive aus den Wandflächen der Personenunterführung auf. Auf die Wertigkeit des äußeren Erscheinungsbildes soll hier Wert gelegt werden, um die Akzeptanz zu fördern und Vandalismus vorzubeugen.

Ein einfaches Pflaster bildet die Bodenfläche. Zur Sicherheit der Nutzer soll ein sehr gutes Beleuchtungskonzept entwickelt werden sowie Überwachungskameras installiert werden. Der zu jeder Tages- und Nachtzeit frei nutzbare Zugang erhält ein unkompliziertes Chipsystem. Die Verwaltung dieses Systems könnte z. B. über die Radstation auf der Ostseite des Bahnhofs und die dort beschäftigten Mitarbeiter des Caritasverbandes erfolgen.

Die Kriterien für die neue Radabstellanlage sind:

  • Schutz gegen Wind und Wetter
  • Sicherheit gegen Beschädigung (Videoüberwachung)
  • Komfort durch ein einfaches Chip-Zugangssystem
  • Lademöglichkeiten für E-Bikes (Fotovoltaik-Anlage auf dem Dach)
  • Spindfächer für Helme und Regenkleidung

 

 

Die Kosten für eine Radabstellanlage liegen nach Kostenschätzung bei 473.000 €.

Durch den NWL (Zweckverband NWL ÖPNV-Infrastrukturförderung) kann die Radabstellanlage gefördert werden. Die Einplanungsmitteilung liegt vor. Die Förderung läge bei 345.400 €. Der Eigenanteil liegt dann bei 127.600 Euro. Dafür werden 246 Fahrradstellplätze geschaffen.

 

1b: Modernisierung der bestehenden Radstation Ausgang Ost:

 

Die bestehende Radstation wurde vor 18 Jahren errichtet und entsprich nicht mehr den Erfordernissen des modernen Radverkehrs. Das bezieht sich in erster Linie auf die Unterbringung und Wartung von E-Bikes. Diese Station muss in allen Bereichen (Abstellanlage, Werkstatt, Sozialräume) auf den neuesten Stand gebracht werden. So werden die bestehenden Arbeitsplätze gesichert. Durch die Übernahme der Wartung, Reinigung, Videoüberwachung und Chip-Betrieb (Verleihen und Aufladen der Chips) für die Stellanlage West werden neue Arbeitsplätze geschaffen.

Die Befürchtung, durch eine zusätzliche Anlage mit kostenloser Unterstellmöglichkeit würden Arbeitsplätze in der bestehenden Radstation abgebaut, ist nicht zutreffend. Seit etwa einem Jahr gibt es die Fahrradständer am Westausgang, in denen rund 200 Räder kostenlos abgestellt werden können. Nach anfänglichem Rückgang der Nutzerzahlen in der alten Station hat sich diese Zahl inzwischen wieder eingependelt.

Da in Zukunft der Radverkehr aus verschiedenen Gründen zunehmen wird, müssen weitere Unterstellmöglichkeiten geschaffen werden.

Das geplante Parkhaus im Innovationsquartier wird nun doch nicht gebaut. Daher ist davon auszugehen, dass viele Beschäftigte in diesem Bereich, aber auch Kunden und Besucher vermehrt auf das Fahrrad umsteigen werden.

Die Kosten für die Modernisierung des Umbaus der bestehenden Radstation können aus den Stellplatzablösebeträgen finanziert werden. Dafür stehen die ursprünglich eingeplanten Finanzmittel in Höhe von 127.600 Euro zur Verfügung.

 

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